Mitarbeitende erzählen

Erst 40 und schon 25 Jahre in der Burkhalter Gruppe

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Hört man vom 25. Dienstjubiläum, denkt man meistens an Personen über 50. Mirco Tuenas Karriere zeigt, dass man bereits mit 40 ein Vierteljahrhundert beim selben Arbeitgeber verbracht haben kann.

Mirco Tuena ist in St. Moritz (GR) geboren und aufgewachsen. Als Kind wollte er Koch oder Konditor und Confiseur werden. Doch als er herausfand, dass die Arbeitszeiten (Wochenende, Nacht, Saison etc.) in diesen Berufen «kein Zuckerschlecken» sind, hat er seinen Wunsch verworfen. Da er sich auch einen technischen Beruf vorstellen konnte, machte er 1995 eine Schnupperlehre beim «Dorf-Elektriker» Triulzi. Prompt erhielt er eine Zusage für eine Lehrstelle und so begann er im August 1996 eine vierjährige Lehre als Elektromonteur EFZ (entspricht dem heutigen Elektroinstallateur EFZ).

Vom schüchternen Lehrling zum Projektleiter mit Meisterprüfung

Als Mirco am ersten Arbeitstag zuhause nicht pünktlich zum Mittagessen erschien, waren seine Eltern bereits besorgt. Sie ahnten nicht, dass der Servicemonteur, dem Mirco zuarbeitete, die Zeit übersehen hatte und ihr Sohn zu schüchtern war, um seinen Vorgesetzten daran zu erinnern, dass schon längst Mittagspause war.

Mirco fasste Fuss in der Arbeitswelt und war auf jeder Baustelle interessiert dabei. Da er der allererste Lehrling in der Triulzi AG war, musste er nach zwei Jahren eine Zwischenprüfung ablegen, denn der kantonale Elektro-Verband wollte sicherstellen, dass sein praktischer Wissensstand auch dem eines Lernenden seiner Ausbildungsstufe entsprach. Mirco, mittlerweile fast 18 und gar nicht mehr schüchtern, fand das vorbereitende Lernen für diese Prüfung ziemlich uncool und wäre lieber anderen Interessen nachgegangen. Aber rückblickend sieht er darin eine super Vorbereitung auf seine Lehrabschlussprüfung (heute Qualifikationsverfahren) im Sommer 2000.

Nach 18 Wochen Rekrutenschule in Payerne und Dübendorf zog es ihn ins «Unterland». Sein damaliger Chef, Marco Triulzi, und das Netzwerk der Burkhalter Gruppe machten dies für ihn möglich: Mirco konnte zwischen Bern, Zürich und Winterthur wählen. Im Juni 2001 zog es ihn nach Zürich und er trat in der Telematikabteilung der Burkhalter Technics AG eine Stelle als Elektromonteur an. Weil er ambitioniert war und neue Kenntnisse sammeln wollte, wechselte er ein paar Monate später in die Abteilung Ladenbau. Dort lernte er, unter Zeitdruck zu arbeiten, die eng gesetzten Termine einzuhalten und trotzdem Qualitätsarbeit zu leisten. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung bildete er sich zum Bauleitenden Monteur, Sicherheitsberater und Elektro-Projektleiter mit eidgenössischem Fachausweis weiter. Er arbeitete als Projektleiter und schloss 2010 die Ausbildung zum eidg. dipl. Elektroinstallateur ab. Nach insgesamt 13 Jahren im Ladenbau kam der Wunsch nach Veränderung in ihm auf.

Grosse Unternehmen – viele Möglichkeiten

Mirco standen durch seine zahlreichen Weiterbildungen viele inhaltliche und räumliche Möglichkeiten offen: der Wechsel in eine andere Abteilung der Burkhalter Technics AG wäre genauso möglich gewesen wie der in eine Burkhalter Gruppengesellschaft in der Romandie oder im Tessin. Durch die Pensionierung des damaligen Berufsbildners stand ihm auch diese Option offen und so bewarb sich Mirco 2014 um dessen Stelle. Er machte den Berufsbildnerfachkurs und koordinierte die Berufsbildung in der Burkhalter Technics AG. Von 2016 bis 2017 unterrichtete er einen Tag pro Woche an der Technischen Berufsschule Zürich eine Montage-Elektriker-Klasse. Der Lehrerberuf – Mirco unterrichtete Elektrotechnik, Mathematik, Fachzeichnen und Normen – sowie der Austausch mit den Jugendlichen machten ihm viel Freude. Zusätzlich zu seiner Arbeit als Berufsbildner und Lehrer hatte und hat Mirco bis heute auch einige Nebenämter: Prüfungsleiter für die Lehrabschlussprüfungen Montage-Elektriker EFZ, Prüfungsexperte für Elektroinstallateure EFZ sowie Experte für höhere Fachprüfungen beim Verband EIT.swiss.

Schliesst man eine Tür, öffnet sich schon die nächste

Als sich Familienzuwachs ankündigte, versuchte Mirco, sein Lehrerpensum zu reduzieren. Da 20 % aber bereits das Mindestpensum sind, war eine weitere Reduktion nicht mehr möglich und Mirco verabschiedete sich vom Lehrerberuf. Und wie so oft im Leben und in grossen Unternehmen, sobald man eine Türe schliesst, öffnet sich schon die nächste: Mirco bewarb sich um die Stelle als Wissensmanager und Projektleiter in der Abteilung Swiss Projects in der Burkhalter Gruppe. Dort informiert er als Wissensmanager die zuständigen Personen im Unternehmen über Neuerungen in der Elektrotechnik, verwaltet das Normenportfolio, organisiert schweizweite Schulungen für die Mitarbeitenden etc. Als Projektleiter betreut er Projekte für Kunden mit mehreren Standorten in der Schweiz durch Burkhalter Gruppengesellschaften in deren Nähe. Durch seine unterschiedlichen Arbeitserfahrungen bringt er die besten Voraussetzungen für diese schweizweite Funktion mit. Es kommt ihm zugute, dass er während seiner Lehrzeit in St. Moritz auf den Baustellen Italienisch sprechen musste, um sich mit den Fachkräften der verschiedenen Gewerke zu verständigen. Er braucht die praktischen Erfahrungen und Kenntnisse der unterschiedlichen Stationen seiner beruflichen Laufbahn und profitiert davon, dass er viele seiner internen Ansprechpartner bereits aus seiner Zeit als Berufsbildner im Unternehmen kennt.

«In 25 Jahren habe ich nicht einmal meinen Lohn zu spät erhalten. Das schätze ich sehr.»
Mirco Tuena, Wissensmanager und Projektleiter Swiss Projects

Kein Grund, das Unternehmen zu wechseln

Für Mirco hat es nie einen Grund gegeben, das Unternehmen zu wechseln, denn seine Lust nach Veränderung lässt sich auch durch diverse Weiterbildungen und Funktionswechsel in der Burkhalter Gruppe stillen. Was er besonders schätzt, ist dass er nicht ein einziges Mal in 25 Jahren seinen Lohn zu spät erhalten hat. Nicht einmal 2006, als es dem Unternehmen finanziell nicht so gut ging. Er sieht die Burkhalter Gruppe als gute Arbeitgeberin, er mag die Struktur und Professionalität im Unternehmen und es freut ihn, dass er eine abwechslungsreiche Aufgabe in einem angenehmen Arbeitsumfeld hat.

Jederzeit wieder

Mirco würde jederzeit wieder einen Beruf aus der Welt der Elektrotechnik erlernen, denn eine Grundbildung in Mathematik, Technik und logischem Denken deckt ein breites Spektrum ab. In Kombination mit dem immensen technischen Fortschritt und verschiedenen Weiterbildungen kann man es weit bringen. Mirco selbst ist der beste Beweis dafür.

Berufe mit Zukunft

Die Elektrotechnik bietet zahlreiche spannende Berufe – finde den, der zu dir passt.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Schauen Sie sich die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der Burkhalter Gruppe und in der Elektrotechnikbranche an.

  

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